Unterführung
Hallo zusammen, ich habe Euch über die aktuelle Lage der PU Lätten informiert. Nun ist im ZO vom 15. 2. 2020 ein Artikel erschienen von Kevin Weber zum Thema. Er stellt die Situation recht gut dar, allerdings sind aus Platzgründen einige wichtige Aspekte nicht genannt. Zu den Aussagen der von Weber kontaktierten Behördenmitglieder ist folgendes zu sagen: Gemeindepräsident: ● Die Unterführung sei nicht mehr zeitgemäss; "Ich sehe das täglich in Pfaffhausen. Ein grosser Teil der Passanten rennt oben über die Strasse weil der Weg kürzer ist." Der Vergleich ist ziemlich schräg, übersieht der Gemeindepräsident doch, dass in diesem Bereich an der Zürichstrasse bergseits schlicht kein Trottoir ist, was die Leute zu diesem Verhalten zwingt. Ferner ist die PU nicht einmal mit einer Tafel angeschrieben. ● Zurück zur PU Lätten: der Gemeindepräsident sieht sogar das Problem, wenn Velofahrer und Schüler eine Wegstrecke gemeinsam zurücklegen müssten. Statt die Uebung abzubrechen, hat man das Ei des Kolumbus gefunden: "Velofahrer und Inlineskater werden an dieser Stelle mit einer optischen Verengung gezwungen, langsamer zu fahren." Wer daran glaubt, der zahle einen Taler. ● Die PU hätte behindertengerecht ausgebaut werden müssen. Das ist schlicht falsch bei einem bestehenden Bauwerk. ● Zudem hätten die beiden Rampen neu gebaut, verbreitert und das umliegende Land in Anspruch genommen werden müssen. "Wir sprechen hier von Flächen, die zur Enteignung von Privatland geführt hätten." Auch das ist falsch: - die nordöstliche Rampe zum Schulhaus muss die Schule auf ihre Kosten wieder erstellen. Gratis. - die südwestliche Rampe ist - wie gesagt - nicht sanierungspflichtig. - auch bei Erstellung von Fussgängerstreifen muss Land enteignet werden: -- bereits gemacht beim neuen Uebergang Kehrstrasse (teuer, unnütz und kaum benützt) -- bereits vorgesehen beim projektierten Uebergang Denner -- beim projektierten, strittigen Uebergang ebenso. Schulpräsident ● Er sieht nach wie vor im Fussgängerübergang eine "plausible Lösung". Die Verkehrsverhältnisse hätten sich seit dem Bau der Unterführung vor rund 40 Jahren verändert. "Damals wurde noch mit 80 Stundenkilometern durch unser Dorf gefahren." Ein Festhalten an der Unterführung mache keinen Sinn mehr. "Dann hätten wir auf dem ganzen Strassenabschnitt Fusgängerstreifen zur Verkehrsberuhigung - nur bei der Schule hätte es eine Unterführung, und die Autos hätten freie Fahrt." Diese Argumentation ist dreist: - zum Bauzeitpunkt der PU war die Temporeduktion innerorts auf 60 km/h längst eingeführt (1959)! - in der Tat haben sich die Verkehrsverhältnisse seit dem Bau der PU verändert: 7 x mehr Verkehr (Quelle Bundesamt für Statistik) - auch wenn die PU bleibt, haben die Autos keine "freie Fahrt": es herrscht bekanntlich Tempo 50, und beim Denner ist ein weiterer Uebergang geplant, was dieses Argument weiter entkräftet. Mit freundlichen Grüssen Roland Baldinger
Hallo zusammen, ich habe Euch über die aktuelle Lage der PU Lätten informiert. Nun ist im ZO vom 15. 2. 2020 ein Artikel erschienen von Kevin Weber zum Thema. Er stellt die Situation recht gut dar, allerdings sind aus Platzgründen einige wichtige Aspekte nicht genannt. Zu den Aussagen der von Weber kontaktierten Behördenmitglieder ist folgendes zu sagen: Gemeindepräsident: ● Die Unterführung sei nicht mehr zeitgemäss; "Ich sehe das täglich in Pfaffhausen. Ein grosser Teil der Passanten rennt oben über die Strasse weil der Weg kürzer ist." Der Vergleich ist ziemlich schräg, übersieht der Gemeindepräsident doch, dass in diesem Bereich an der Zürichstrasse bergseits schlicht kein Trottoir ist, was die Leute zu diesem Verhalten zwingt. Ferner ist die PU nicht einmal mit einer Tafel angeschrieben. ● Zurück zur PU Lätten: der Gemeindepräsident sieht sogar das Problem, wenn Velofahrer und Schüler eine Wegstrecke gemeinsam zurücklegen müssten. Statt die Uebung abzubrechen, hat man das Ei des Kolumbus gefunden: "Velofahrer und Inlineskater werden an dieser Stelle mit einer optischen Verengung gezwungen, langsamer zu fahren." Wer daran glaubt, der zahle einen Taler. ● Die PU hätte behindertengerecht ausgebaut werden müssen. Das ist schlicht falsch bei einem bestehenden Bauwerk. ● Zudem hätten die beiden Rampen neu gebaut, verbreitert und das umliegende Land in Anspruch genommen werden müssen. "Wir sprechen hier von Flächen, die zur Enteignung von Privatland geführt hätten." Auch das ist falsch: - die nordöstliche Rampe zum Schulhaus muss die Schule auf ihre Kosten wieder erstellen. Gratis. - die südwestliche Rampe ist - wie gesagt - nicht sanierungspflichtig. - auch bei Erstellung von Fussgängerstreifen muss Land enteignet werden: -- bereits gemacht beim neuen Uebergang Kehrstrasse (teuer, unnütz und kaum benützt) -- bereits vorgesehen beim projektierten Uebergang Denner. -- beim projektierten, strittigen Uebergang ebenso. Schulpräsident ● Er sieht nach wie vor im Fussgängerübergang eine "plausible Lösung". Die Verkehrsverhältnisse hätten sich seit dem Bau der Unterführung vor rund 40 Jahren verändert. "Damals wurde noch mit 80 Stundenkilometern durch unser Dorf gefahren." Ein Festhalten an der Unterführung mache keinen Sinn mehr. "Dann hätten wir auf dem ganzen Strassenabschnitt Fusgängerstreifen zur Verkehrsberuhigung - nur bei der Schule hätte es eine Unterführung, und die Autos hätten freie Fahrt." Diese Argumentation ist dreist: - zum Bauzeitpunkt der PU war die Temporeduktion innerorts auf 60 km/h längst eingeführt (1959)! - in der Tat haben sich die Verkehrsverhältnisse seit dem Bau der PU verändert: 7 x mehr Verkehr (Quelle Bundesamt für Statistik) - auch wenn die PU bleibt, haben die Autos keine "freie Fahrt": es herrscht bekanntlich Tempo 50 und beim Denner ist ein weiterer Uebergang geplant, was dieses Argument weiter entkräftet. Mit freundlichen Grüssen Roland Baldinger